Direkt zum Hauptbereich

D&D-Miniaturen: Welche gibt es und sind sie notwendig?

D&D-Miniaturen sind kleine Figuren, die Spieler in Pen-and-Paper-Rollenspielen wie Dungeons & Dragons verwenden. Sie sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich und können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. In diesem Blogpost wollen wir uns einige verschiedene D&D-Miniaturen anschauen und herausfinden, welche am besten für unser Spiel geeignet sind. Sind D&D-Miniaturen notwendig? Um diese Frage gleich von Anfang an zu beantworten: Nein, sie sind nicht notwendig! Als ich mit Dungeons and Dragons begonnen habe, hatten wir in unserer Runde aus armen Studenten nicht mehr als ein kariertes A4-Blatt, Bleistifte und einen Radiergummi. Jeder Charakter und jeder Gegner hatte ein Symbol und man musste nach jedem Zug die Symbole wegradieren und an der neuen Stelle einzeichnen. Man hätte auch einfach irgendwelche Alternativen nehmen können, wie markierte Papierschnipsel, Münzen, Gummibärchen oder einen Würfel, den man sowieso nahezu nie verwendet.

Die besten Tools für Dungeon Master - Teil 2

Die besten Tools für Dungeon Master – Erstellen von Karten

In Teil 2 meiner Reihe „Die besten Tools für Dungeon Master“ stelle ich euch 11 der besten Karten-Erstellungstools vor. Dabei handelt es sich sowohl um kostenpflichtige als auch kostenlose Varianten. Egal, ob ihr eine einfache Karte für den nächsten Dungeon-Crawl erstellen möchtet oder eine detaillierte Karte für ein komplexes Kampagnen-Setting, mit den richtigen Tools ist das kein Problem. Schauen wir uns also an, welche Tools ihr für die Erstellung von Karten verwenden könnt.

Bevor wir zu meinen Erfahrungen mit den Tools kommen, möchte ich gerne erwähnen, dass ich von keinem dieser Dienste gesponsert oder in sonstiger Form unterstützt werde.


Welche Tools gibt es?

Grundsätzlich muss man zwischen Tools für Dungeons, also Karten, die ein Verlies, eine Stadt oder ein Haus darstellen, in dem auch Kämpfe möglich sind, und Tools für Weltkarten unterscheiden. In manchen Fällen kann ein Tool auch beide Bereiche abdecken, doch die meisten fokussieren sich auf einen der beiden.


Die besten kostenlosen Tools

Dungeonscrawl ist, wie der Name schon sagt, ein Tool zum Erstellen von Dungeonkarten. Es wurde von Keir alias @ProbableTrain entwickelt. Die einfache Handhabung und das schöne Design überzeugen. Dungeonscrawl konzentriert sich auf Old-School Karten, wie man sie aus früheren Editionen von Dungeons and Dragons kennt; also lediglich die Architektur des Dungeons und keine Gegenstände und Monster. Es ist möglich mehrere Seiten als ein zusammengeführtes PDF zu exportieren, was das Erstellen von riesigen Dungeons vereinfacht. Die exportierten Dateien sind auch darauf ausgelegt, sie schnell und einfach in Virtual Tabletop-Programme (VTT) wie roll20.net oder Fantasy Grounds zu implementieren.



Mit Dungeon Map Doodler könnt ihr ebenfalls eigene Dungeons gestalten! Hier ist es sogar möglich, Monster, Schätze und Beschriftungen einzufügen. Es ist absolut intuitiv und man kann in kürzester Zeit gut aussehende Dungeonkarten in einem old school Stil. Eines der besten Features ist jedoch das Importieren und Bearbeiten von Karten aus donjon.


Donjon hatte ich bereits in meinem ersten Teil dieser Reihe erwähnt. Es ist ein sehr umfangreiches Programm mit vielen Funktionen, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Eine davon ist jedoch ein Dungeon-Generator und ein Welktkarten-Generator. Die Website ist zwar auf Englisch, aber mithilfe eines Übersetzungsprogramms, kommt man auch im Falle einer Sprachbarriere sehr gut mit dem Tool zurecht. Auch wenn ich ein großer Fan von donjon bin, muss ich eingestehen, dass die Dungeonkarten wenig attraktiv aussehen. Hier bietet sich der oben beschriebene Dungeon Map Doodler an, um diese grafisch aufzuwerten. Diese Synergie macht die beiden kostenfreien Programme zu einer fantastischen Kombo.


Das Kartentool von Deepnight finde ich wirklich interessant, da es den Stil und Charme von alten SNES Spielen, wie Zelda oder Terranigma hat. Die klassischen Features zum Erstellen von Dungeonkarten gibt es auch hier. Wer allerdings etwas Zeit investiert, um das Programm besser kennenzulernen, kann wirklich schöne Karten erzeugen. Der große Vorteil dieses Tools ist die Möglichkeit des Herunterladens und damit auch des Erstellens von Karten offline.


Hextml ist im Gegensatz zu den vorher genannten Kartentools auf sogenannte Hexkarten spezialisiert. Das sind Karten, die anstatt eines quadratischen Rasters (engl. Grid) ein hexagonales Raster verwenden. Es ist zwar auch möglich, ein quadratisches Grid auszuwählen, allerdings glaube ich nicht, dass das der Fokus dieser Software ist. Das hexagonale Grid wurde vor allem in den alten Weltkarten der ersten und zweiten Edition von Dungeons and Dragons genutzt. Es gibt jedoch ebenso heute noch einige Fans, die diesen Stil bevorzugen. Wenn man auf diesen Stil steht, dann ist hextml ein tolles Tool, um einfache, charmante Karten zu erstellen.


Watabou ist ein Karten-Generator für mittelalterliche Städte. Ich benutze das Programm bereits seit Jahren und es entwickelt sich stetig weiter. Es kann zwar nur zufällige Stadtkarten kreieren, nichtsdestotrotz ist es dabei meiner Meinung nach unschlagbar. Es gibt einige Möglichkeiten, die erstellte Karte nach eigenem Belieben zu verändern und anzupassen. Wer auf die Schnelle eine Stadt benötigt, ist hier also auf alle Fälle richtig.




 Die besten kostenpflichtigen Tools

Inkarnate ist das Kartentool, das ich persönlich zur Erstellung von Weltkarten nutze. Es ist eine kostenpflichtige Variante, die entweder 4,74€ (5$) pro Monat oder 23,68€ (25$) pro Jahr kostet. Allerdings kann man einen Großteil der Features auch in der kostenfreien Variante nutzen. Inkarnate bietet sowohl einen Editor für Weltkarten sowie einen für Battlemaps. Das Tool wird regelmäßig mit neuen Inhalten gefüttert und die Hersteller selbst veröffentlichen auf ihrem Youtube-Kanal mehrfach pro Woche neue Videos, wie man Inkarnate nutzen kann. Es ist möglich, sehr schnell gutaussehende Karten zu gestalten, doch lohnt es sich, auch mehr Zeit zu investieren, um wirklich alles aus dem Programm rauszuholen.

Didgeanddragons-Kampagne

Wonderdraft ist in dieser Liste mit Sicherheit das stärkste Tool, wenn es um die Erstellung von Weltkarten geht. Im Gegensatz zu Inkarnate fokussiert sich Wonderdraft ausschließlich auf Weltkarten und das tut es auch wirklich mit Perfektion. Auf einfache Art und Weise kann man realistische Landmassen unterschiedlichster Typen erstellen, die automatische, schöne Küstenlinien generieren. Flusssysteme sind schnell und einfach mit wenigen Klicks zu zeichnen und sehen zudem realistisch aus (schmal an der Quelle und breiter werdend an den Mündungen). Ein weiterer Vorteil von Wonderdraft ist, dass es offline zur Verfügung steht, da man sich das Programm herunterladen muss. Es ist für 28,41 € bzw. 29,99 $ über ihre Webseite verfügbar. Wenn man es liebt, Karten zu erstellen und vom Preis nicht abgeschreckt ist, hat man hier ein hervorragendes Tool an der Hand.

Dungeondraft ist das Äquivalent zu Wonderdraft, nur eben für Dungeons. Auch hier werden der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Karten, die in Dungeondraft erstellt werden, sind wirklich schön und definitiv eine Augenweide. Das Besondere hier, finde ich, sind die Beleuchtungsmöglichkeiten. Man kann eine Lichtquelle auswählen, Farbe, Intensität und Standort bestimmen und das Licht erhellt den 2D-Raum realistisch – Licht fällt also durch Fenster, durch Türrahmen, wird aber von Wänden und Objekten geblockt. Die Software kostet 18,94 € (19,99$) und ist damit etwas günstiger als Wonderdraft.

Dungeonfog ist, der Name lässt es ja bereits vermuten, ein Tool zum Erstellen von Dungeonkarten. Hier handelt es sich jedoch, im Vergleich zu den anderen vorgestellten Tools, um Vector-basierte Karten, die mit über 3000 unterschiedlichen Objekten eingerichtet werden können. Ebenso wie Dungeondraft ist das Platzieren von Lichtquellen mit dynamischem Schatten möglich. Das Alleinstellungsmerkmal von Dungeonfog ist die Möglichkeit, das Programm direkt als VTT-Plattform zu nutzen. Das Tool ist, ähnlich wie Inkarnate, in einer kostenfreien Version sowie „On Demand“ und als Abonnement verfügbar. Die kostenfreie Version wirkt allerdings eher wie eine Schnupperversion, da die Karten auch mit einem Wasserzeichen belegt werden. Die Preise reichen hier von 5€ monatlich im Abo (50€/Jahr) bis zu 7,90 € für nur einen Monat. Möchte man seine Schöpfungen kommerziell nutzen, ist ein jährliches Abo von 99,90 € notwendig.

Worldographer aka Hexographer 2 ist ein einfach zu benutzendes Tool zum Erstellen von Welt-, Königreich-, Stadt- oder Dungeonkarten im hexagonalen Raster. Auch hier gibt es einen Generator, der diese Karten automatisch erstellt. Da das Programm nicht webbasiert ist, sondern auf dem eigenen Rechner läuft, kann man riesige Karten zeichnen, die lediglich durch die Leistung des Computers eingeschränkt sind. Das bietet den Vorteil, dass man kein Internet benötigt, um Karten zu erstellen. Wenn man das Tool mal ausprobieren möchte, gibt es hier (https://worldographer.com/download/) eine kostenlose Version zum Herunterladen. Diese besitzt zwar nicht alle Möglichkeiten der bezahlten Vollversion, ausprobieren schadet aber bekanntlich nicht. Wenn man das Programm doch in der Vollversion erwerben möchte, kostet der Worldographer ganze 33,11 € (34,95 $). Möchte man allerdings noch das komplette Paket mit Stadt/Dorf und Dungeon/Battlemap Lizenz, kostet es sogar 80,47 € (84,95 $).


Fazit

Es gibt viele Alternativen, gute Karten als Dungeon Master zu erstellen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen. Die kostenfreien Varianten bieten hervorragende Möglichkeiten, schöne Karten zu erstellen, die den Spielern helfen werden, sich in eurem Dungeon oder in eurer Welt zurechtzufinden. In diesem Artikel habe ich einige der für mich besten Tools zum Erstellen von Karten zusammengefasst. Also, worauf wartet ihr noch? Erstellt eure eigenen Karten und erweckt eure Welten zum Leben!


Kommentare

Beliebte Posts

Welche Kampagnen-Typen gibt es?

In Dungeons and Dragons gibt es eine schier endlose Anzahl an verschiedenen Kampagnen-Typen. Von bösen Kampagnen, in denen alle einen bösen Charakter spielen, bis hin zu Demi-Gott Kampagnen, in denen die Charaktere unermessliche Mächte besitzen. Hier möchte ich deshalb über die vier grundlegendsten Typen von DnD-Kampagnen sprechen. Vier unterschiedliche Typen Vorgefertigte Kampagnen - Der Klassiker ist wohl das bereits fertig geschriebene Abenteuer. Die offiziellen Abenteuer von Wizards of the Coast sind zahlreich und bieten jede Menge Stoff für Kampagnen. Sie werden von professionellen Autoren geschrieben, mehrfach gegengelesen und mit wunderschönen Illustrationen aufgehübscht. Dadurch haben sie nicht nur eine sehr hohe Qualität, sondern machen sich auch noch sehr gut in jedem Bücherregal. In den meisten Fällen spielen die offiziellen Kampagnen in den vergessenen Reichen von Faerûn. Mittlerweile gibt es jedoch auch Bücher für die Welt von Magic: The Gathering und seit neustem auch Ra

Homebrew: Dungeon 01

Unterschlupf der Räuberbande In meiner neuen Rubrik „Homebrew“ möchte ich euch von mir erstellten Content zur Verfügung stellen. Nutzt ihn nach eurem Belieben und passt das an, was euch nicht gefällt. Übersicht In diesem Abenteuer dringen die Charaktere in den Unterschlupf einer erfahrenen Räuberbande ein, um ihren Verbrechen ein Ende zu bereiten. Die Bande besteht aus ehemaligen Soldaten, die jedoch desertieren. Unter der Führung des früheren Offiziers Tiberius Kriton hält die Bande das umliegende Land in Aufruhr. Der hiesige Graf hat ein Kopfgeld auf seinen früheren Offizier ausgesetzt. Dieses Szenario stellt laut dem Encounter Builder von DnDBeyond eine schwere Herausforderung für vier Charaktere der Stufe 8 dar. Man sollte jedoch auch realistisch betrachten, dass einer der ersten Aktionen der Gruppe ein Feuerball in die Mitte des Raumen sein wird. Persönlich würde ich diesen Encounter auch einer Gruppe von vier Level 5 Charakteren zutrauen, wenn sie vorher wichtige Infor