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Hombrew: Dungeon 2

Die Chaosgrotte In diesem Dungeons and Dragons-Abenteuer möchte die Methode des 5-Raum-Dungeons aus meinem letzten Artikel anwenden. Ihr durftet auf Twitter darüber abstimmen, welcher Monstertyp und welche Stufe Teil dieses Abenteuers sein soll. Seid gespannt auf ein Abenteuer der Stufe 5 mit Aberrations.   Übersicht In diesem Abenteuer gehen die Helden dem Verschwinden mehrerer Dorfbewohner in der Region nach und stoßen dabei auf ein schreckliches Geheimnis. Ein furchtbares Wesen, das nicht von der Materiellen Ebene stammt, hat sich in einer Grotte niedergelassen und nutzt die chaotische Energie eines Fragments, um eine Invasion vorzubereiten. Dieses Szenario stellt laut dem Encounter Builder  von DnDBeyond eine schwere Herausforderung für vier Charaktere der Stufe 5 dar. Abhängig davon, wie taktisch die Gruppe spielt, wie die Klassenverteilung ist und über wie viele magische Gegenstände die Helden verfügen, kann die Herausforderung leichter oder schwerer erscheinen.

Homebrewing – Herr einer eigenen Welt

Was genau ist dieses Homebrewing? Im Grunde ist es all das, was man sich selbst ausdenkt; alles, was nicht in irgendwelchen Regelbüchern oder Modulen, also bereits geschriebenen Abenteuern, steht. Hier ist es vollkommen egal, ob es sich um Völker handelt, die neu beschrieben werden, um einen neuen Zauber, der gezaubert wird, neue Monster, die bekämpft werden, magische Gegenstände, die geborgen werden oder der Schankwirt der Taverne, welche die Abenteurer immer besuchen. Dungeons and Dragons ist, abgesehen von den Games für PC oder Konsolen, ein Spiel, das in der Fantasie der Spielenden und des Dungeon Masters (sog. Spielleiter*in, Abk. DM) stattfindet. Somit ist das Spiel für jeden einzigartig und selbst, wenn alle am selben Tisch sitzen und dieselbe Kampagne spielen, kann sie sich in ihren Köpfen unterschiedlich darstellen. Das macht es so vielfältig!

 

Wieso homebrewen in Dungeons and Dragons?

Aber wieso homebrewen wir überhaupt? Diese kleinen Ergänzungen, die nicht aus der Feder einer der Entwickler stammt, können das Spiel aufpeppen und interessant machen. Selbst für Spielende, die bereits jahrelange Erfahrung haben. Das Kreieren von eigenem Material kann eine Art Ventil sein, um der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen und dabei helfen, den Alltagsstress mal hinter sich zu lassen. Trotz aller kreativen Möglichkeiten, am Ende des Tages „brauen wir unser Bierchen“ schließlich für ein Spiel, und dieses sollte für jeden fair sein. Aus diesem Grund ist eine richtige Balance das A und O. Ein unausgeglichener Charakter kann zu Frust in der Gruppe führen, wenn immer derselbe Spielende dem Bösewicht den letzten Stoß versetzt oder sich auf andere Art und Weise immer hervorhebt. 

Im Laufe der Zeit wird jeder seine eigene Philosophie für das Spiel entwickeln, seinen eigenen Fingerabdruck hinterlassen. Die einen lieben es, einen großen Fokus auf das Rollenspiel zu setzen, wodurch die Geschichte, welche durch alle am Tisch erzählt und geformt wird, wie eine Art Drama wirkt. Das beste Beispiel hierfür ist vermutlich Critical Role. Die bekannteste und erfolgreichste Dungeons and Dragons-Gruppe der Welt. Seit kurzem haben sie sogar durch eine Kickstarter-Kampagne eine eigene animierte Serie auf Amazon Prime veröffentlich. Ihr findet sie unter dem Namen „The Legend of Vox Machina“.

Die anderen, wie ich, sind Fans der Taktik. So sehr ich die Geschichte von Critical Role mag, umso mehr liebe ich die taktische Seite von Dungeons and Dragons. Für mich war es immer ein taktisches Spiel, bei dem es darum ging, sich auf dem Schlachtfeld richtig zu positionieren, um einen Vorteil gegenüber dem Gegner zu haben. Ein Spiel, bei dem das zum Teil stundenlange Planen vor einem mächtigen Gegner genauso aufregend war wie der eigentliche Kampf. Mir ging es hierbei nie um die Optimierung meines eigenen Charakters, häufig auch Min-Maxen genannt, sondern um das Zusammenspiel der unterschiedlichen Fähigkeiten der Spielercharaktere, um so gut wie möglich durch schwere Kämpfe zu kommen. Und ich kann euch sagen, ein Kampf gegen einen ausgewachsenen grünen Drachen mit zwei Druiden als Gefolge, in einem Dorf, das in den Kronen gigantischer Bäume eines Waldes angesiedelt ist, ist wahrlich herausfordernd 😉

Und genau das ist es, was mich mehr und mehr zum Homebrewing getrieben hat. So gut die 5. Edition auch ist, so hatte sie für mich immer das Problem, dass Kämpfe nicht genügend Spannung erzeugten, da selten eine wirkliche Gefahr für die Spielercharaktere entstand. Aus diesem Grund habe ich begonnen, die Regeln so abzuändern, dass der Nervenkitzel steigt. Und das mache ich nicht, weil ich den letzten Hauch aus den Charakteren pressen möchte, sondern weil es kaum etwas Besseres gibt, als nach einem wahrlich harten Kampf als Sieger dazustehen.  

 

Wo und wie fängt man mit dem Homebrewen an?

Wo und wie fängt man am besten mit dem Homebrewen an? Es gibt mittlerweile eine gigantische Menge an Material, das einem dabei hilft, Waffen, Monster, Abenteuer, und was auch immer das Herz begehrt, zu kreieren. Doch in den meisten Fällen sind diese auf Englisch. Auch wenn ich glaube, dass viele, die dieses Hobby betreiben, die Regelwerke verstehen würden, so finde ich, dürfte es gerne mehr deutsches Material hierzu geben. Je länger ich das Spiel jedoch spiele, desto häufiger komme ich zu einer sehr einfachen Quelle zurück – dem Spielleiterhandbuch, auch Dungeon Master's Guide genannt (DMG).

Nahezu das gesamte Buch besteht aus Informationen, Tipps und Tricks, Anregungen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie man eine eigene Welt, eine eigene Kampagne, ein Multiversum, eigene Abenteuer, Nicht-Spieler-Charaktere (im Englischen „Nonplayer Characters“ (NPCs)), eigene magische Gegenstände, Zauber, Monster und sonstige Charakteroptionen erstellt. Das Buch mag für einen frischen DM wahrlich ein chaotischer Haufen an Informationen sein, die man beim ersten Lesen nicht greifen kann. Mir ging es hier nicht anders. Aber je häufiger man erneut einen Blick darauf wirft, umso mehr entdeckt man und umso mehr lernt man das Buch auch zu schätzen.

In der Zukunft möchte ich euch immer wieder Einblicke in meinen Homebrewing-Prozess geben und Schritt für Schritt zeigen, wie ich den Dungeon Master's Guide oder auch andere Quellen nutze.

Das war`s für diesen Post, bis zum nächsten Mal!

 

 

 


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